K21

Rückblick auf Dahlbender Vortrag und Wortlaut im Anhang

Am Mittwoch, 15.11.2001 war die Landesvorsitzende des BUND, Frau Dr. Brigitte Dahlbender, zu einer gemeinsamen Veranstaltung der „Esslinger Initiative gegen Stuttgart 21“ und der Esslinger Bezirksgruppe des BUND zu Gast im Alten Rathaus. In ihrem Vortrag führte sie den zahlreichen Zuhörern unter dem Thema: „Die guten Gründe für ein JA zum Ausstieg“ noch einmal die Gesamtproblematik des Projekts vor Augen. Vorneweg: Das „JA zum Ausstieg“ ist für sie ein „Bekenntnis für einen modernen Verkehr im ganzen Land“, ein „Ja zu mehr Kostenwahrheit“ und ein „Ja zu einem sparsamen Umgang mit unseren Geldern“.

Nun nahm Frau Dahlbender verschiedene Irrtümer und Behauptungen im einzelnen sachlich kritisch unter die Lupe, die „gegen alle Reden und gegen alle Aufklärung in der Faktenschlichtung“ nach wie vor von den Projektbefürwortern benutzt werden. Sie belegte sachlich analytisch, überzeugend und eindrücklich: „S21 ist kein ökologisches Projekt“, „S 21 hat kein vollständiges Baurecht“, „S 21 ist definitiv kein Jobmotor“, „S 21 ist nicht sicher, sondern brandgefährlich“, „S 21 ist kein Verkehr fürs ganze Land, sondern eine Verkehrswüste“, die andere wirklich notwendige Projekte stranguliert, den Bahnknoten Stuttgart zu einem Nadelöhr macht und einen Integralen Taktverkehr ausschließt. Die von der Deutschen Bahn gegenüber der Landesregierung vorgerechneten Baukosten für S 21 sind ganz und gar unrealistische Rechenspiele der Bahn, die völlig unglaubwürdig und im Grunde Lug und Trug an der Bevölkerung sind. Gleiches gelte für die von der Bahn vorgerechneten Ausstiegskosten von 1,5 Milliarden Euro, die durch nichts begründet sind und nur dazu dienen sollen, den Menschen Angst zu machen, dass man den Ausstieg nicht finanzieren könne. Sie sind „ein von der Bahn gezielt aufrecht erhaltener Popanz, der die Menschen verschrecken soll“. Auf der selben Linie liege die Behauptung der Bahn, wenn S 21 nicht gebaut werde, stünden wir vor dem nichts. Der über Jahre sträflich vernachlässigte Bahnhof funktioniert dennoch wunderbar und ist immer noch der zweit pünktlichste in Deutschland. Den Schlusspunkt bildete der Blick auf den modernisierten Kopfbahnhof: modern, Licht durchflutet, Ressourcen schonend, auch im Bau, familiengerecht, barrierefrei, ökologisch, kundenfreundlich und sicher, auch im Notfall, dabei kostengünstig, ein Kopfbahnhof, der es überhaupt erst ermöglicht, dass Fahrpläne sich am Kunden orientieren und nicht an der vorhandenen Infrastruktur. Fazit „Kopfbahnhof 21 ist zukunftsfähig, modern und nachhaltig und Stuttgart 21 ist und bleibt ein althergebrachtes, unattraktives Projekt des vorigen Jahrhunderts“.

Im anschließenden Gespräch mit dem zahlreich erschienenen Publikum brachten viele der der etwa 90 Besucher ihre Bedenken und Einwände gegen das Projekt zum Ausdruck und forderten ein „JA" zum Ausstieg bei der Volksabstimmung am 27.11.2011

Den Wortlaut des Vortrags von Frau Dahlbender können Sie hier nachlesen (Transkription W. Schiegg)

 

Wir sagen JA zum Ausstieg

Am Montag (26.09.2010) haben sich in Stuttgart mehrere Organisationen zum Landesbündnis „JA zum Ausstieg“ zusammengeschlossen. Gemeinsam will das breite gesellschaftliche Bündnis aus Initiativen, Verbänden, Parteien und Deutschem Gewerkschaftsbund für eine Zustimmung zum Ausstiegsgesetz aus Stuttgart 21 werben. Mit ihrer Kampagne wollen sie eine Mehrheit für ein JA zum Ausstieg bei der Volksabstimmung erreichen.

„Wir wollen mit unserer landesweiten Kampagne ein starkes Signal für mehr Demokratie und für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Steuern setzen. Wir wollen nicht, dass unsere Milliarden für ein Bahnprojekt ausgegeben werden, das der Verkehrsinfrastruktur in ganz Baden-Württemberg schaden würde. Deshalb appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs sich unserer Kampagne anzuschließen. Gründen Sie Initiativen und Bündnisse vor Ort oder unterstützen Sie die vielen bestehenden Gruppen. Sagen Sie Ja zum Ausstieg!“, sagte Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden- Württemberg und Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 (weiterlesen siehe http://www.ja-zum-ausstieg.de/)

   

Stuttgart 21 hat Stresstest nach wie vor nicht bestanden

„Das vom Gutachterbüro erneut vergebene Testat „Bestanden“ ändert nichts an unserer bereits im Juli vorgenommenen Bewertung, dass Stuttgart 21 den Stresstest nicht bestanden hat“, erklärt Dr. Brigitte Dahlbender, Sprecherin des Aktionsbündnisses und Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg, „es ist noch immer ein Stresstest ohne Stress“.
„Nach wie vor sind wichtige Prämissen des Aktionsbündnisses im Stresstest nicht berücksichtigt“, bemängelt Brigitte Dahlbender. Sie verweist darauf, dass wirkliche Stör- und Notfälle wie Signal- und Weichenstörungen oder liegen gebliebene Triebfahrzeuge im Tiefbahnhof im Stresstest nicht berücksichtigt wurden. Die Betriebsqualität der S-Bahn konnte auch im jetzt vorliegenden dritten Simulationslauf nicht geprüft werden....

(mehr siehe http://www.bund-bawue.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/stuttgart-21-hat-stresstest-nach-wie-vor-nicht-bestanden/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1921&cHash=00b23c8df9 )

   

Nein zu Stuttgart 21 – Ja (X) zu K 21: 10 Gute Gründe

Zehn Punkte - kurz und knapp, warum wir für den Ausstieg kämpfen und warum der Widerstand gegen Stuttgart 21 nicht nachlässt »mehr
   

BUND erzielt wichtigen Erfolg für den Artenschutz bei "Stuttgart 21": Verwaltungsgerichtshof stoppt Bauarbeiten zum Grundwassermanagement

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, war mit seinem Eilantrag gegen die fünfte Planänderung des Projekts "Stuttgart 21" erfolgreich. Der fünfte Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg folgte in seinem heute bekannt gegebenen Beschluss der Argumentation des BUND. Derzufolge hätte der BUND als anerkannter Naturschutzverband an dem im Frühjahr 2010 durchgeführten Änderungsverfahren für das zentrale Grundwassermanagement beteiligt werden müssen. Die Bauarbeiten im Schlossgarten müssen jetzt sofort gestoppt werden.

"Das Urteil des VGH ist ein großer Erfolg für den Naturschutz in Baden-Württemberg und für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine sinnvolle Alternative zum Stuttgart-21-Wahnsinn einsetzen", sagte BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender nach Bekanntgabe der Entscheidung.

(mehr siehe http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=110&tx_ttnews[tt_news]=661&tx_ttnews[backPid]=108&cHash=ad8f22c45d

   

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